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Chapter 9

B
ei diesen Worten lief er in ein kleines Zimmer, holte einen Spiegel und hielt ihn Renzolla vor das Gesicht, so dass diese, als sie ihr hässliches haariges Antlitz darin erblickte, beinahe vor Schrecken gestorben wäre. Rinaldos Grausen, als er sich in dem bezauberten Schilde erblickte, war nichts gegen ihre Verzweiflung, da sie sich so entstellt sah. Der alte Mann sagte darauf zu ihr: "Du solltest dich erinnern, Renzolla, dass Du die Tochter eines Bauern bist und die Fee Dich zum Range einer Königin erhoben hat; aber rohes, ungesittetes, undankbares Ding, hast ihr nicht die mindeste Erkenntlichkeit oder Zuneigung dafür bewiesen. Deshalb nimm und sieh', geh' damit fort und komm des Übrigen wegen zurück. Gute Sitten trittst Du mit Füßen, jetzt weißt Du, was Du dafür bekommen hast; denn durch die Verwünschung der Fee hast Du nicht allein ein anderes Gesicht, sondern auch einen andern Stand bekommen. - Willst Du aber handeln, wie es sich für einen solchen weißen Bart geziemt, so wirf Dich der Fee zu Füßen, zerraufe Deinen Bart, zerkratze das Gesicht, zerschlage die Brust und bitte sie um Verzeihung für Dein schlechtes Betragen; sie ist gutherzig und wird Mitleid mit Deinem Unglück haben."