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Chapter 3

S
o sprang der Dummling nun als Aller Erster los und lief ins nahe Dörflein, wo er dem erstbesten Schmied nach seinem härtesten Degen fragte. Dieser jedoch, der um die Dummheit des Königssohnes wusste und nicht seine beste Waffe verschenken mochte, gab ihm seine weichste, ein Degen aus geschmolzenem Kupfer. Der Dummling bemerkte den Schwindel nicht und rannte geschwind zum König zurück, auf dass er ihm die Waffe vor die Füße werfe. Vor dem Thronsaal stieß er jedoch mit dem zweiten der Söhne zusammen, der auch schon ein Rapier besorgt und einem Drachen abgeluchst hatte, ein Rapier, das härter war als Stahl. Die Waffen fielen beide auf den Boden, und jeder der Söhne nahm die falsche Waffe auf. Zuerst trat der zweite Sohn vor den König. Dieser nahm das Rapier, und hieb damit auf seine goldene Rüstung, wobei die Waffe zerbrach - denn sie war aus Kupfer. Dann trat auf einmal der dritte Sohn von einem Vorhang hervor und legte seinen Degen dem König vor die Füße. Er hatte ihn dem besten Mann der königlichen Leibgarde entliehen. Doch auch dieser Degen zerbrach an der königlichen Rüstung. Die letzte Waffe, die des Dummlings, schnitt wie ein heißes Messer durch kalte Butter. "Sieh an," sagte der König. "Du sollst mein Erbe sein," und er krönte ihn mit dem Rapier in seiner Hand zum Kronprinzen.
Aus Wut über die königliche Entscheidung nahmen die beiden anderen Söhne die beiden zerbrochenen Waffenstümpfe und durchbohrten den König von hinten wie vorn vorn. Der Kronprinz, der jetzt König war, jedoch befahl: