Sorry, this browser is not supported due to insufficient spread or advanced age (Your version is unknown).


© Rootbook
Imprint



A Rootbook Author
2012 - today
Published by: Rootbook
EBook








Chapter 3

U
nd damit es keinen Streit unter ihnen gab, führte er sie vor sein Schloß, blies drei Federn in die Luft, und sprach „wie die fliegen, so sollt ihr ziehen.“ Die eine Feder flog nach Osten, die andere nach Westen, die dritte flog aber gerad aus, und flog nicht so weit als die andern, sondern fiel zur Erde. Nun gieng der eine Bruder rechts, der andere gieng links, und sie lachten den Dummling aus, der da bei der dritten Feder auf der Erde bleiben müßte.

Der Dummling setzte sich nieder, und war traurig. Da bemerkte er auf einmal neben der Feder eine Thüre in der Erde. Er öffnete sie, fand eine Treppe, und stieg hinab. Da kam er vor eine andere Thüre, wo er anklopfte, und hörte wie es inwendig rief

„Jungfer grün und klein,
Hutzelbein,
Hutzelbeins Hündchen,
Hutzel hin und her,
laß geschwind sehen, wer draußen wär.“
Nun that sich die Thüre auf, und er sah eine große, dicke Itsche (Kröte) sitzen, und rings um sie eine Menge kleiner Itschen. Die dicke Itsche fragte was sein Begehren wäre. Er antwortete „ich hätte gerne den schönsten und feinsten Teppich.“ Da rief sie eine junge, und sprach

„Jungfer grün und klein,
Hutzelbein,
Hutzelbeins Hündchen,
Hutzel hin und her,
bring mir die große Schachtel her.“
Die junge Itsche holte die Schachtel, und die dicke Itsche machte sie auf, und gab dem Dummling einen Teppich daraus, so schön und so fein, wie oben auf der Erde keiner gewebt werden konnte. Da dankte er ihr, und gieng wieder fort.

Die beiden andern aber hatten ihren jüngsten Bruder für so albern gehalten, daß sie glaubten er würde nicht das mindeste gegen sie aufbringen können. „Was sollen wir uns mit Suchen groß Mühe geben“ sprachen sie, und nahmen dem ersten besten Schäfersweib, das ihnen begegnete, die groben Tücher vom Leib, und trugen sie dem König hin. Da kam der Dummling auch, und brachte seinen schönen Teppich, und als der König den sah, erstaunte er, und sprach „das Reich gehört dem jüngsten.“ Aber die zwei andern ließen dem König keine Ruhe, und sprachen es wäre nicht möglich, daß der Dummling König würde, und baten ihn er möchte noch eine Bedingung machen. Da sagte der Vater „der soll das Reich erben, der mir